Geisterstadt

Die verlassene Stadt Prypjat

Im Jahr 1970 wurde in nur drei Kilometern Entfernung vom Reaktor die Stadt Prypjat für die Mitarbeiter des Kernkraftwerks erbaut. Die 50.000 Einwohner der nach Sowjet-Standards schön angelegten Stadt wurden 36 Stunden nach dem Unfall evakuiert. Heute ist Prypjat eine unheimliche Geisterstadt – die Gebäude sind noch immer stumme Zeugen des hastigen Aufbruchs der ehemaligen Bewohner: Puppen liegen verstreut auf den Fußböden verlassener Kindergärten, Kinderbetten sind mit Fetzen von Matratzen und Kissen übersät, und in einer Turnhalle, in der einst Kinder tollten und trainierten, verrotten die Böden, und von den Wänden blättert der Anstrich. Inmitten des Zerfalls erobert sich nach 25 Jahren die Natur die Stadt zurück. Bäume ranken durch zerbrochene Fensterscheiben, Gras zwängt sich durch die Risse in Straßen, die einst prunkvolle Promenaden waren – doch an eine Neubesiedelung durch Menschen ist noch mehrere hundert Jahre lang nicht zu denken.

Heilige Gestallt

Среди русского общества распространено мнение, будто святые мощи должны представлять собою совершенно целые неповрежденные тела и что само нетление тел служит главным основанием к прославлению святых

Мо́щи (лат. reliquiae) — останки святых христианской церкви, являющиеся объектом религиозного почитания в Православной и Католической церквях.

Почитание мощей ведет свое начало с самых первых веков христианской истории. В века гонений, когда мученичество было для христиан свидетельством их убеждений в истинности Воскресения Христа из мертвых и, произошедшей после этого, победы над смертью, в надежде на грядущее воскрешение верующие употребляли все средства для того, чтобы получить в свое обладание и сохранить в целости тела единоверцев, а места погребения их становились святилищами, где отправлялось христианское богослужение.

Christliche Bedeutung

Unter Christen verlangt die Pietät grundsätzlich die Achtung auch vor dem toten Körper. Umso mehr wird bei Christen aus einer religiösen Gesinnung heraus den sterblichen Überresten jener Menschen Ehrfurcht erwiesen, die zu Gott gegangen sind. Reliquien dürfen nicht auf magische Weise missverstanden werden, so als ob ihr bloßer Besitz das Heil garantiere oder sich mit ihnen bestimmte Wirkungen erzielen ließen. Vielmehr ist es im katholischen und auch orthodoxen Verständnis die Fürbitte der Heiligen bei Gott, der eine bestimmte Hilfe zugeschrieben wird, nicht aber irgendeiner toten Sache als solcher, denn die Reliquie steht nur als Stellvertreter für den Heiligen.

Obwohl bereits eine vom 26. Februar 386 datierte Regelung im Codex Theodosianus den Verkauf von Märtyrergebeinen untersagte, wurden Reliquien in den folgenden Jahrhunderten gleichwohl gehandelt. Auch ein im Jahr 1215 vom 4. Laterankonzil ins kanonische Recht eingebrachter Passus, altehrwürdige Stücke weder aus ihren Behältnissen zu nehmen noch sie zum Verkauf zu stellen, konnte den Reliquienhandel nicht unterbinden.[10]